Die Siedlung Taizé | Die Siedlung Taizé macht seit 12 Jahren Jugendarbeit im Stadtteil Woffenbach in Neumarkt. Sie arbeitet seit ihrer Gründung 1993 nach diesen drei Grundsätzen: |  |
- Wir arbeiten auf enger, lokaler Ebene in Woffenbach.
- Wir sind christlich - ökumenisch orientiert.
- Wir sind Teil des Verbandes Christlicher Pfadfinder (VCP) und damit im Weltbund der Pfadfinderinnen und der Weltorganisation der Pfadfinderbewegung. Die Pfadfinderregeln sind für uns bindend.
Woher der Name? Taizé ist ein kleiner Ort in Burgund, in dem von Frére Roger nach dem Zweiten Weltkrieg eine ökumenische Bruderschaft gegründet wurde. Hier finden während des ganzen Jahres ökumenische Jugendtreffen statt. Die Ökumene in Neumarkt ist auf einem guten Weg, den wir aus dem gleichen Geist heraus mitgestalten wollen. Wir sehen uns sowohl als Pfadfindergruppe der katholischen Pfarrei St. Willibald, als auch der evangelischen Jugend. Unsere Bezeichnung als "Siedlung" betont die Rolle unserer Gemeinschaft im Woffenbacher Alltag: Neben den Fahrten ins In- und Ausland treffen wir uns wöchentlich in festen Sippen, Meuten und Horden. Das Gesindehaus, unser Heim, bietet Jugendlichen die Möglichkeit das Siedlungsleben darüber hinaus aktiv mitzugestalten. Unsere Elefanten- sprich die "Großen"- treffen sich hier zu ihren Führerrunden und werden im Übernehmen von Verantwortung geschult. Kreative Projekte finden in regelmäßigen Abständen über Settlers United, unser musisches Forum, statt. Kurz: Die Arbeit soll sich nicht auf wenige Stunden im Monat beschränken. In einer Siedlung soll man richtig mitleben können. Das Banner Das Banner der Siedlung spiegelt unsere Ausrichtung wieder: Auf den Stadtfarben von Neumarkt ist das Schiff der Ökumene unterwegs. Eine stilisierte Pfadfinderlilie mit Kreuz bildet den Mast. Der Pfeil auf der Spitze des Masts soll die wesentliche Richtung angeben. Das Symbol des VCPs auf der Rückseite unseres Banners beinhaltet die Lilie der CPD (Christliche Pfadfinderschaft Deutschlands) umrahmt vom Kleeblatt der Mächenpfadfinderschaften EMP (Evangelischer Mächenpfadfinderbund) und BCP (Bund Christlicher Pfadfinderinnen). Der gröte Teil der CPD fusionierte 1972 mit den evangelischen Mädchenpfadfinderbünden. In der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Jugend ist neben dem VCP die CPD als Pfadfinderbund weiterhin vertreten. Diese ist vom Weltverband der Pfadfinderbewegung (WOSM und WAGGGS) nicht mehr anerkannt. Es gibt neben vielen, nicht im Weltverband anerkannten Pfadfinderbnden in Deutschland noch die DPSG, die PSG und den BdP. Gemeinsam mit dem Verband Christlicher Pfadfinder (VCP) bilden diese drei den Ring Deutscher Pfadfinderverböde (RDP). Die Vorgeschichte Unser Ursprung liegt in einer Neubausiedlung in Neumarkt-Woffenbach, wo den 80er Jahren viele junge, zugezogene Familien neu Fuß fassten. Im neuen, sozialen Umfeld wurden Brücken geschlagen: Während sich die Kinder der Nachbarschaft in Banden zusammenfanden, entdeckten Väter und Mütter der Nachbarschaft verschiedentlich ihre gemeinsamen Interessen und entwickelten enge persönliche Freundschaften. Für den Anfang organisierter Jugendarbeit vor Ort war die Freundschaft zwischen Tobias Hünlich, Richard Rupp und Reinhold Lang entscheidend. Tradition der christlichen Pfadfinder, Wurzeln in der katholischen Jugend und eine stark praktische Veranlagung trugen zum damaligen Bild jährlicher Fahrten in einem Wald bei Wünricht bei. Hier suchten die drei Freunde zuerst mit ihren Söhnen das einfache Leben in freier Natur. Später wurde immer mehr Kindern aus Woffenbach das einzigartige Erlebnis einer Gemeinschaft im Zeltlager ermöglicht. Im Winter 1992 begannen 11-13järigen Jungen der Goldenen Himbeere, einer Nachbarschaftsbande, selbstständig Gruppenstunden zu organisieren. Dieser Wille der Kinder zur Selbstorganisation gab den Anstoßfür Väter, Mütter und ältere Geschwister, über Pfadfinderarbeit in Woffenbach nachzudenken und diesen Gedanken kurz darauf in die Tat umzusetzen. Die Wahl des Verbandes fiel auf den VCP. Zum einen erschien der ökumenische Gedanke hier eher verwirklichbar, denn es war für katholische und evangelische Kinder möglich, unter gleichen Bedingungen beizutreten. Zum anderen kam Tobias Hünlich aus der Tradition der CPD. Er war erster Siedlungsfhrer und zusammen mit seinen Freunden von den Gründungsjahren der Siedlung bis hin zu seinem Tod im Jahr 2000 die treibende Kraft im Siedlungsleben.
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